Sie lernen, Ubuntu zu installieren und zu konfigurieren und die die wichtigsten Tools von Office bis Systemverwaltung einzusetzen. Sie arbeiten mit den Gnome-Desktop (oder rüsten den KDE-Desktop bei Bedarf nach), machen Ubuntu multimedia-fähig, arbeiten mit Firefox, dem Outlook-Ersatz Evolution oder mit Open Office und Gimp. Sie verwalten Programmpakete mit synaptic, aktualisieren Ihr System mit apt-get und erfahren, wie Sie die Standardinstallation von Ubuntu um wichtige Funktionen erweitern.
Die Popularität von Ubuntu Linux zeigt
sich nicht nur in der großen Verbreitung, die diese Linux-Distribution
in kurzer Zeit gefunden hat. Auch die Ubuntu Community, die sich
gegenseitig hilft und Ubuntu weiterentwickelt, zählt bereits zu den
größten Communities ihrer Art: Unzählige Ubuntu-spezifische HowTos,
Forenbeiträge, Wikis und Mailinglisten bieten zu beinahe jedem
denkbaren Problem konkrete Lösungsvorschläge an.
Was sind die
Gründe für den Erfolg von Ubuntu Linux? Das Motto von Ubuntu lautet
Linux for human beings - also gewissermaßen das menschliche Linux. Das
afrikanische Zulu-Wort ubuntu steht denn auch für Menschlichkeit
gegenüber anderen oder achtsames Miteinander oder auch: Ich bin, was
ich bin, durch das, wer wir alle sind. (Im englischen Original: I am
what I am because of who we all are.) Hinter Ubuntu Linux steht also
nicht nur eine Menge Software-Technik, sondern eine ganze Philosophie.
Nun enthält Ubuntu überwiegend dieselben Programme wie andere
Linux-Distributionen. Die menschliche Komponente erklärt sich aus dem
Bemühen, Ubuntu so zu konfigurieren, dass es möglichst einfach zu
bedienen ist (auch für behinderte Personen), dass es in möglichst
vielen Sprachen genutzt werden kann und dass es absolut kostenlos und
frei verfügbar ist. Das geht so weit, dass auf Wunsch sogar kostenlos
und portofrei Ubuntu-CDs versandt werden.
Die
Ubuntu-Philosophie ist auch auf den zahlreichen Ubuntu-Websites zu
spüren, die von der Überzeugung getragen sind, anderen Ubuntu-Benutzern
möglichst gut zu helfen. Im Gegensatz zu anderen Computer-Foren wird
dabei auch Wert auf einen freundlichen Umgangston gelegt. Ubuntu Linux
realisiert das Prinzip small is beautiful überzeugend. Während andere
Linux-Distributionen für jede Aufgabe mindestens drei Programme zur
Auswahl stellen, beschränkt sich Ubuntu auf eine Variante. Das
Ergebnis: Ubuntu Linux ist eine schlanke Distribution, die
übersichtlich zu bedienen und leicht zu erlernen ist.
Auch
fortgeschrittene Linux-Anwender geraten mit Ubuntu nicht in eine
Sackgasse. Es gibt wenige Linux-Distributionen, die sich derart einfach
erweitern und aktualisieren lassen. Im Internet gibt es riesige
Archive, aus denen Sie mühelos Erweiterungspakete zu Ubuntu
herunterladen und installieren können. Dabei helfen Ihnen die in Ubuntu
integrierten Paketverwaltungsprogramme. (Für Linux-Profis: Ubuntu und
insbesondere die Paketverwaltung basieren auf Debian Linux.) Ubuntu
Linux ist damit eine ideale Distribution für Linux-Einsteiger, ohne
fortgeschrittene Linux-Anwender in irgendeiner Weise einzuschränken.
Software, die sich nicht auf der Ubuntu-CD oder -DVD befindet, kann
problemlos nachinstalliert werden. Die einzige Voraussetzung ist ein
schneller Internetzugang.
In diesem Buch gibt Autor Michael
Kofler einerseits eine Einführung in die wichtigsten
Ubuntu-Komponenten, die Sie bei der täglichen Arbeit begleiten: Diverse
Kapitel beschreiben den Desktop Gnome, den Webbrowser Firefox, die
E-Mail-Programme Evolution und Thunderbird, das Büropaket OpenOffice,
das Bildverarbeitungsprogramm Gimp sowie diverse andere Grafik- und
Audio-Tools. Andererseits geht er auch auf die kleinen und größeren
Hürden ein, die bei der Installation, Konfiguration oder nachträglichen
Erweiterung von Ubuntu auftreten können. Sie lernen, wie Sie Ubuntu
optimal an Ihre Anforderungen anpassen und zusätzliche Programme
installieren. Fortgeschrittene Linux-Anwender finden
Hintergrundinformationen zur Ubuntu-Paketverwaltung und zu einigen
anderen Systemdetails. Das Buch ist damit auch ein erstes Fundament für
angehende Linux-Profis.