Diese neue Version von Debian erscheint mit viel mehr Software als ihr Vorgänger Lenny; die Distribution enthält über 10352 neue Pakete und damit insgesamt über 29050 Pakete. Die meiste Software in der Distribution wurde aktualisiert: über 15436 Softwarepakete (entspricht 67% von allen Paketen in Lenny). Außerdem wurde eine signifikante Zahl von Paketen (über 4238, 18% der Pakete in Lenny) aus verschiedenen Gründen aus der Distribution entfernt. Für diese Pakete werden Sie keine Aktualisierungen finden und sie werden in den Paketverwaltungsprogrammen als „veraltet“ (obsolete) markiert sein.
Debian GNU/Linux aktualisiert mit dieser neuen Veröffentlichung X.Org von Version 7.3 auf 7.5.
Debian GNU/Linux erscheint wieder mit mehreren Desktop-Anwendungen und -Umgebungen. Neben weiteren enthält es jetzt die Desktop-Umgebungen GNOME 2.30[1], KDE 4.4.5, Xfce 4.6.2 und LXDE 0.5.0. Produktionsanwendungen wurden ebenfalls aktualisiert, inklusive der Büroanwendungen OpenOffice.org 3.2.1 und KOffice 2.2.1 sowie GNUcash 2.2.9, GNUmeric 1.10.8 und Abiword 2.8.2.
Aktualisierungen anderer Desktop-Anwendungen schließen Evolution auf Version 2.30.3 und Pidgin auf Version 2.7.3 ein. Die Mozilla-Suite wurde ebenfalls aktualisiert: Iceweasel (Version 3.15.3) ist der umbenannte Firefox-Browser und Icedove (Version 3.0.7) ist das umbenannte E-Mail-Programm Thunderbird.
Eine neue Funktionalität in Squeeze ist das Hinzufügen der isohybrid-Unterstützung zu den CDs, DVDs und BDs für die i386- und amd64-Architekturen. Um mit einem dieser Images einen bootfähigen USB-Stick zu erzeugen, bedurfte es in der Vergangenheit eines besonderen Prozederes nach dem Herunterladen des Images; das Einzige was Sie nun tun müssen ist, das Image direkt auf den Stick zu schreiben.
Einige im Linux-Kernel enthaltene Treiber enthielten nicht-freie Firmware-Bestandteile. Beginnend mit Squeeze wurde diese Firmware in separate Pakete im non-free-Bereich des Archivs verschoben, wie zum Beispiel in das firmware-linux-Paket. Wenn solche Pakete installiert sind, wird die Firmware falls nötig automatisch geladen.
Der Code für das Setzen des Kernel-Modes (Kernel-Modesetting, KMS) wurde für die gängigsten Desktop-Chipsätze (von Intel, ATI/AMD und NVIDIA) aus dem entsprechenden Xorg-Treiber in den Linux-Kernel verschoben. Dies bietet eine Reihe von Vorteilen wie schnellere Umschaltung zwischen den virtuellen Konsolen oder nativer Modus für die Auslösung auf der Textkonsole, führt jedoch bei sehr vielen PCs mit ATI- oder Nvidia-Graphikkarten zu Inkompatibilitäten. Diese beheben Sie, wenn Sie beim Starten im Bootmanager den Parameter "nomodeset" mitgeben - fortan ist alles beim Alten und Sie können auch wieder die Herstellertreiber (nach Installation aus dem nonfree-Repository) verwenden.