Auf dem Linuxtag in Karlsruhe um Punkt 12 Uhr mittags am 22. Juni 2005 am Stand von Linux-Discount fällt der Startschuss für den Verkauf von Debian GNU/Linux „Sarge“.
Drei lange Jahre Entwicklungszeit waren nötig, bevor die Entwickler
des freien Betriebssystems die stabile Version von Debian GNU/Linux
3.1 „Sarge“ am 5. Juni 2005 freigegeben haben. Nicht einmal zwei
Wochen nach dem Termin hat der Hersteller Open Source Factory die
umfangreiche Box mit DVDs, Handbuch und Support fertig gestellt.
Nach der langen Wartezeit soll der Verkauf mit einem entsprechenden
Knall starten: Der erste Käufer wird mit einer Flasche Champagner
und „Etch“ belohnt.
Was sich für Eingeweihte um die beliebte Linux-Distribution auf
Anhieb erschließt, bedarf ansonsten näherer Erklärung: Die Beinamen
der Debian-Versionen wie die vorherige „Woody“, die brandaktuelle
„Sarge“ oder auch die zukünftige „Etch“ haben ihren Ursprung in den
Figuren aus dem Trickfilm „Toy Story“. Zu dem Verkaufsstart auf dem
LinuxTag meint Christian Siegert, Geschäftsführer der Open Source
Factory mit einem Augenzwinkern: „Damit der erste Käufer, der schon
so geduldig auf Sarge gewartet hat, nicht auch drei Jahre auf die
nächste Version warten muß, spendieren wir gemeinsam mit dem
Linux-Discount zu der aktuellen Sarge auch gleich eine aktuell
verfügbare Version von „Etch“.“
Die Box-Version von Debian „Sarge“ Professional enthält 2 DVDs,
davon eine doppelseitig mit Binaries, die zweite ist eine
Bonus-DVD. Auf der randvoll gepackten DVD befindet sich u. a.
Material wie CrossOver Office für Windows-Anwendungen, Cedega als
Emulation für Windows-Spiele unter Linux, MainActor
Videoschnittsoftware. Weitere Highlights: SEP sesam, OpenOffice 2.0
sowie diverse ISO-Images von Knoppix bis hin zu Kanotix. Enthalten
ist auch das Debian-Anwenderbuch von Frank Ronneburg mit rund 600
Seiten sowie 60 Tage Installationssupport per E-Mail oder Telefon.
Der Boxverkauf von Debian „Sarge“ beginnt am 22. Juni, 12 Uhr auf
dem LinuxTag in der Gartenhalle in Karlsruhe, Stand C106.